TU Dortmund

Wahlprogramm für die StuPa Wahl der TU Dortmund 2011

Was sind Piraten?

Die Piraten sind eine internationale Bewegung, die sich unter anderem für einen freien Wissensaustausch, besseren Datenschutz, ein reformiertes Urheberrecht, Bürgerrechte und mehr direkte Demokratie einsetzt. Die Piratenpartei Deutschland besteht seit 2006 und ist mit bundesweit etwa 12000 Mitgliedern mittlerweile die größte nicht im Bundestag vertretene Partei.

Über die Hochschulpiraten Dortmund

Die Hochschulpiraten Dortmund sind ein Zusammenschluss von Studierenden der verschiedenen Dortmunder Hochschulen. Wir haben uns im Frühjahr 2011 gegründet und teilen die Ziele der Piratenpartei, sind jedoch von ihr unabhängig. Bundesweit und international sind wir mit anderen piratigen Hochschulgruppen vernetzt und setzen uns gemeinsam für die Interessen von Studierenden ein.

Alle zwei Wochen treffen wir uns donnerstags um 18:30 Uhr im Sonnendeck zum Stammtisch. Jeder Interessierte ist herzlich willkommen, unabhängig von seiner parteipolitischen Einstellung. Den jeweils nächsten Termin findet ihr hier.

Unsere Themen für die Wahl:

Open Access

Heute bezahlt die Universität für wissenschaftliche Publikationen gleich zweimal: Zum einen sichert sie durch Gehalt und Unibetrieb den Lebensunterhalt und das Arbeitsumfeld der Wissenschaftler. Die Veröffentlichungen der Wissenschaftler erscheinen jedoch exklusiv in Fachzeitschriften – und die muss die Universität teuer bezahlen.

Die Eigenleistung der Verlage beschränkt sich dabei auf die Organisation des Review-Prozesses und das im Lauf der Zeit erworbene Markenimage ihrer Fachzeitschriften. Statt mit Geld »bezahlt« der Verlag den Autor mit Reputation und den Reviewer durch den frühen Einblick in noch unveröffentlichte wissenschaftliche Erkenntnisse.

Um der interessierten Öffentlichkeit einen kostengünstigen Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen zu verschaffen, setzen sich die Hochschulpiraten für Open Access ein: Wissenschaftler sollen wie bisher gegenseitig ihre Arbeiten überprüfen. Die Veröffentlichung erfolgt nun aber über offene Plattformen. Die für die Autoren wichtige Reputation kann auch hier durch Publikation und Zitate erreicht werden. Notwendig ist dafür vor allem eine Veränderung der Veröffentlichungspraxis an der Hochschulen.

Gremien – Transparenz

Wir als Piraten setzen uns für Transparenz in allen öffentlichen Einrichtungen ein. Dazu gehören selbstverständlich auch Hochschulen und deren Gremien. Jedem Wähler sollte es möglich sein, jederzeit nachzuvollziehen, ob sein Vertreter im Parlament in seinem Sinne handelt. Hält er sich an seine Wahlversprechen? Nimmt er überhaupt regelmäßig an den Sitzungen teil?

Daher fordern wir, dass

  • möglichst wenige Abstimmungen geheim durchgeführt werden
  • mindestens auf Listenebene eine Anwesenheitsliste geführt und im Protokoll veröffentlicht wird
  • das Abstimmverhalten der Parlamentsmitglieder auf Listenebene protokolliert wird

Durch das ausschließliche Protokollieren des Wahlverhaltens und der Anwesenheit auf Listenebene werden die Rechte der einzelnen Mitglieder des Parlaments gewahrt und trotzdem eine Kontrollierbarkeit durch die Studierendenschaft geschaffen.

Nach Möglichkeit sind sämtliche Dokumente, die das Stupa durchlaufen, online zugänglich zu machen. Sollten hierdurch die Rechte einzelner verletzt werden, wären diese entsprechend zu kürzen oder anderweitig aufzubereiten.

Studentische Mitbestimmung

Wir setzen uns dafür ein, den Studierenden mehr Möglichkeiten der direkten Mitbestimmung zu geben. Daher schlagen wir vor, ein hochschulweites System einzuführen, über das die Studenten direkt Vorschläge einbringen und diskutieren können.

Die Zahl der Studierenden und der zu erwartenden Vorschläge legen den Einsatz software-gestützter Systeme zur Meinungsbildung und Entscheidungsfindung nah. Hier bieten sich zum Beispiel das von der Bundesregierung geförderte „Adhocracy“ oder das von der Piratenpartei entwickelte „Liquid Feedback“ an.

Open Source

Als Student hat man in der Regel nur begrenzte finanzielle Mittel. Die Mittel der Hochschulen sind ebenfalls begrenzt. Wir fordern daher immer dann wenn es praktikabel ist offene Software zu verwenden und diese in Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen weiter zu entwickeln anstatt Lizenzkosten für geschlossene Software zu zahlen. Dies würde sowohl die Hochschulen als auch Studenten finanziell entlasten und langfristig zu besserer Software führen.

Falls wir euer Interesse geweckt haben, kommt doch einfach beim Stammtisch vorbei.